Finde Dateien effizient unter Linux: Eine umfassende Anleitung

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By Jan

Verwendung der Befehlszeile zum Suchen nach Dateien

Die Befehlszeile ist ein mächtiges Tool zum Suchen von Dateien unter Linux. Mit einer Vielzahl von Befehlen kannst du nach Dateinamen, Dateitypen, Inhaltsmerkmalen und weiteren Kriterien suchen.

Der Befehl find

Der Befehl find ist ein vielseitiges Werkzeug zum Auffinden von Dateien und Verzeichnissen. Er durchsucht ein bestimmtes Verzeichnis rekursiv und ermöglicht es dir, Dateien basierend auf verschiedenen Kriterien zu finden, darunter:

  • Dateiname: find /pfad/zum/verzeichnis -name dateiname
  • Dateityp: find /pfad/zum/verzeichnis -type typ (z. B. -type f für Dateien oder -type d für Verzeichnisse)
  • Größe: find /pfad/zum/verzeichnis -size größe (z. B. -size +100k für Dateien größer als 100 KB)
  • Datum: find /pfad/zum/verzeichnis -mtime zeit (z. B. -mtime -1 für Dateien, die in den letzten 24 Stunden geändert wurden)

Der Befehl locate

Der Befehl locate ist eine weitere Option zum Auffinden von Dateien. Er erstellt und aktualisiert eine Datenbank mit Dateinamen und ihren Pfaden, die du durchsuchen kannst. Im Gegensatz zu find durchsucht locate keine Verzeichnisse rekursiv, sondern verlässt sich auf die Datenbank. Dies kann zu schnelleren Ergebnissen führen, aber die Datenbank muss regelmäßig aktualisiert werden, um korrekt zu bleiben.

Der Befehl which

Der Befehl which zeigt dir den Pfad zu einem ausführbaren Befehl. Dies kann nützlich sein, um herauszufinden, welche Version eines Befehls verwendet wird oder um Skripte oder Programme zu finden.

Der Befehl whereis

Der Befehl whereis ähnelt dem Befehl which und liefert zusätzliche Informationen über einen Befehl. Er zeigt die Pfade zu ausführbaren Dateien, Manpages und Quellcodedateien an.

Verwendung von Suchbefehlen wie find und locate

Um Dateien unter Linux effizient zu finden, stehen dir eine Reihe von Suchbefehlen zur Verfügung. Zwei der wichtigsten Befehle sind find und locate.

Der Befehl `find`

find ist ein leistungsstarker Befehl, der Dateien nach einer Vielzahl von Kriterien suchen kann. Du kannst ihn verwenden, um:

  • Nach Dateinamen zu suchen: find /verzeichnis -name dateiname
  • Nach Dateityp zu suchen: find /verzeichnis -type f (für Dateien), find /verzeichnis -type d (für Verzeichnisse)
  • Nach Dateigröße zu suchen: find /verzeichnis -size +100M (Dateien größer als 100 MB)
  • Nach Datum zu suchen: find /verzeichnis -mtime -1 (Dateien, die in den letzten 24 Stunden geändert wurden)

find bietet auch erweiterte Optionen, die du verwenden kannst, um deine Suche einzugrenzen. Weitere Informationen zu find findest du auf der Manpage.

Der Befehl `locate`

locate ist ein weiterer nützlicher Suchbefehl. Er funktioniert anders als find, da er eine Datenbank aller Dateien auf deinem System durchsucht. Dies macht ihn sehr schnell, kann aber auch zu ungenauen Ergebnissen führen, wenn die Datenbank nicht auf dem neuesten Stand ist.

Um locate zu verwenden, musst du lediglich den Namen der Datei eingeben, nach der du suchst:

locate dateiname

locate bietet keine erweiterten Optionen wie find, ist aber für schnelle Suchen nach Dateinamen sehr praktisch. Weitere Informationen zu locate findest du auf der Manpage.

Erweiterte Find-Optionen

Neben den grundlegenden Befehlen bietet der Befehl find eine Vielzahl erweiterter Optionen und Funktionen, um die Suche nach Dateien noch genauer und effizienter zu gestalten.

Verwendung von logischen Operatoren

Mithilfe von logischen Operatoren wie -a (und), -o (oder) und ! (nicht) kannst du komplexe Suchanfragen erstellen. Beispielsweise kannst du so nach Dateien suchen, die bestimmte Eigenschaften erfüllen, wie z. B. einem bestimmten Besitzer und einer bestimmten Erstellungszeit:

find / -user bob -ctime -7

Durchsuchen bestimmter Dateitypen

Du kannst die Option -type verwenden, um nach Dateien eines bestimmten Typs zu suchen, z. B. nach regulären Dateien, Verzeichnissen oder symbolischen Links. Dies kann hilfreich sein, wenn du nach Dokumenten, Bildern oder ausführbaren Dateien suchst:

find / -type f -name *.txt

Suche nach versteckten Dateien

Standardmäßig werden versteckte Dateien (Dateien, deren Name mit einem Punkt beginnt) von der Suche ausgelassen. Um versteckte Dateien einzubeziehen, verwende die Option -xdev:

find / -xdev -name .bashrc

Eingrenzen der Suche auf bestimmte Verzeichnisse

Mit der Option -maxdepth kannst du die Suche auf eine bestimmte Ebene des Verzeichnisbaums beschränken. Dies kann hilfreich sein, wenn du verhindern möchtest, dass die Suche übermäßig viele Ergebnisse liefert oder zu lange dauert:

find / -maxdepth 3 -name *.mp3

Ausschluss bestimmter Verzeichnisse

Wenn du bestimmte Verzeichnisse oder Dateien von der Suche ausschließen möchtest, kannst du die Option -prune verwenden. Dies kann die Suche beschleunigen und irrelevante Ergebnisse vermeiden:

find / -prune -o -name *.pdf

Verwendung von regulären Ausdrücken

Reguläre Ausdrücke sind ein leistungsstarkes Werkzeug, um komplexe Muster in Dateinamen zu suchen. Mit der Option -regex kannst du reguläre Ausdrücke verwenden, um nach Dateien mit bestimmten Namen oder Inhalten zu suchen:

find / -regex ".*\.log$"

Reguläre Ausdrücke zum Suchen nach Dateinamen

Reguläre Ausdrücke (RegEx) sind mächtige Werkzeuge, die dich bei der präzisen Suche nach Dateien über den Dateinamen unterstützen. Mit RegEx kannst du komplexe Suchmuster definieren, die dir helfen, die genauen Dateien zu finden, die du benötigst.

Metazeichen

Reguläre Ausdrücke verwenden Metazeichen, um spezifische Kriterien für den Dateinamen anzugeben:

  • . (Punkt): Beliebiges einzelnes Zeichen
  • *** (Sternchen)**: Beliebige Anzahl von Zeichen (auch null)
  • ? (Fragezeichen): Optionales Zeichen
  • [] (eckige Klammern): Übereinstimmung mit einer Zeichenklasse
  • [^] (eckige Klammern mit Karat): Ausschluss einer Zeichenklasse
  • \ (Backslash): Escape-Zeichen, um das folgende Zeichen literarisch zu interpretieren

Beispiele

Hier sind einige Beispiele für Reguläre Ausdrücke, die du zum Suchen nach Dateinamen verwenden kannst:

  • .*.txt: Sucht nach allen Dateien mit der Erweiterung .txt.
  • foo..*: Sucht nach allen Dateien, die mit "foo" beginnen und eine beliebige Erweiterung haben.
  • .*[0-9]{3}$: Sucht nach allen Dateien, die mit einer dreistelligen Zahl enden.
  • [^a-zA-Z]*.mp3: Sucht nach allen Dateien mit der Erweiterung .mp3, die keine Buchstaben im Dateinamen enthalten.

Reguläre Ausdrücke in Find verwenden

Du kannst Reguläre Ausdrücke in Verbindung mit dem Befehl find verwenden, um nach Dateien zu suchen:

find / -name "foo*"

Dieser Befehl sucht rekursiv nach allen Dateien im Stammverzeichnis (/), die mit "foo" beginnen.

Reguläre Ausdrücke in Locate verwenden

Der Befehl locate verwendet eine Datenbank, um nach Dateien zu suchen. Du kannst Reguläre Ausdrücke mit locate verwenden, indem du die Option -regex hinzufügst:

locate -regex ".*\.txt"

Dieser Befehl sucht nach allen Dateien im System, die mit der Erweiterung .txt enden.

Weitere Ressourcen

Suchen nach Dateien mit bestimmten Attributen (Größe, Datum, Berechtigungen)

Wenn du nach Dateien mit bestimmten Merkmalen suchst, kannst du die erweiterten Optionen der Befehle find und locate nutzen, um die Ergebnisse einzugrenzen.

Größe

Zum Suchen nach Dateien einer bestimmten Größe kannst du die folgenden Optionen verwenden:

  • -size: Gibt die Größe der Datei in Blöcken an. Beispiel: find -size 10k sucht nach Dateien, die 10 Kilobyte groß sind.
  • -empty: Sucht nach leeren Dateien.

Datum

Du kannst nach Dateien suchen, die an einem bestimmten Datum oder innerhalb eines bestimmten Datumsbereichs erstellt, geändert oder aufgerufen wurden. Verwende dazu die folgenden Optionen:

  • -newer: Sucht nach Dateien, die neuer als eine angegebene Datei sind. Beispiel: find -newer /etc/passwd sucht nach Dateien, die neuer als die Datei /etc/passwd sind.
  • -cnewer: Sucht nach Dateien, deren Inhalt neuer als eine angegebene Datei ist.
  • -atime: Sucht nach Dateien, auf die in letzter Zeit zugegriffen wurde, angegeben durch die Anzahl der Tage seit dem letzten Zugriff. Beispiel: find -atime 10 sucht nach Dateien, auf die in den letzten 10 Tagen zugegriffen wurde.
  • -ctime: Sucht nach Dateien, die in letzter Zeit geändert wurden, angegeben durch die Anzahl der Tage seit der letzten Änderung.
  • -mtime: Sucht nach Dateien, die in letzter Zeit modifiziert wurden, angegeben durch die Anzahl der Tage seit der letzten Änderung.

Berechtigungen

Du kannst auch nach Dateien mit bestimmten Berechtigungen suchen. Verwende dazu die folgenden Optionen:

  • -perm: Gibt die Berechtigungen der Datei in Oktalnotation an. Beispiel: find -perm 644 sucht nach schreibgeschützten Dateien.
  • -user: Sucht nach Dateien, die einem bestimmten Benutzer gehören.
  • -group: Sucht nach Dateien, die einer bestimmten Gruppe gehören.

Beispiel

Angenommen, du möchtest nach allen Dateien suchen, die größer als 100 Megabyte sind, in den letzten zwei Wochen geändert wurden und dem Benutzer johndoe gehören. Du kannst den folgenden Befehl verwenden:

find / -size +100M -mtime -14 -user johndoe

Suchen in versteckten Dateien und Verzeichnissen

Versteckte Dateien und Verzeichnisse sind unter Linux solche, die mit einem Punkt beginnen (z. B. .bashrc). Diese Dateien sind standardmäßig nicht in der Befehlsausgabe sichtbar, es sei denn, du verwendest spezielle Flags oder Optionen.

Dateien und Verzeichnisse anzeigen

Um versteckte Dateien und Verzeichnisse anzuzeigen, verwende die folgenden Flags mit dem ls-Befehl:

  • -a: Zeigt alle Dateien und Verzeichnisse, einschließlich versteckter.
  • -A: Zeigt alle Dateien und Verzeichnisse außer ., .. und versteckten Dateien.
ls -a
ls -A

Weitere Suchanweisungen

Zusätzlich zu den ls-Flags kannst du auch Suchanweisungen verwenden, um versteckte Dateien und Verzeichnisse zu finden:

  • find: Der find-Befehl kann rekursiv nach Dateien und Verzeichnissen suchen, einschließlich versteckter.
  • locate: Der locate-Befehl sucht nach Dateien und Verzeichnissen in der Datenbank, die regelmäßig aktualisiert wird. Dies kann schneller sein als find, aber es findet möglicherweise keine kürzlich hinzugefügten versteckten Dateien.
find / -name .hidden_file
locate .hidden_file

"Dotfiles" finden

Dotfiles sind versteckte Konfigurationsdateien, die mit einem Punkt beginnen, wie z. B. .bashrc, .vimrc und .ssh. Diese Dateien sind wichtig, da sie deine Shell- und Anwendungseinstellungen enthalten.

Um Dotfiles zu finden, kannst du die folgenden Befehle verwenden:

ls -a | grep .
find /home/dein_nutzername -name ".*"

Vorsichtsmaßnahmen

Denke daran, dass das Ändern oder Löschen versteckter Dateien und Verzeichnisse Auswirkungen auf dein System haben kann. Daher solltest du immer vorsichtig sein, wenn du Änderungen an diesen Dateien vornimmst.

Verwenden des Dateisystemhierarchiestandards (FHS) zur Eingrenzung der Suche

Der Dateisystemhierarchiestandard (FHS) definiert eine gemeinsame Organisationsstruktur für Verzeichnisse und Dateien in Unix-ähnlichen Betriebssystemen wie Linux. Die Verwendung des FHS kann dir dabei helfen, deine Suche einzugrenzen und die benötigten Dateien schneller zu finden.

Was ist der FHS?

Der FHS wurde erstellt, um die Konsistenz und Kompatibilität von Dateisystemen über verschiedene Linux-Distributionen hinweg zu gewährleisten. Er legt ein standardisiertes Verzeichnislayout fest, das gebräuchliche Ordner für bestimmte Dateitypen definiert.

Wie kann der FHS bei deiner Suche helfen?

Indem du den FHS kennst, kannst du:

  • Dateien in bestimmten Kategorien finden: Wenn du beispielsweise nach Konfigurationsdateien suchst, weißt du, dass sie sich typischerweise im /etc-Verzeichnis befinden.
  • Die Suche auf bestimmte Verzeichnisse eingrenzen: Anstatt das gesamte Dateisystem zu durchsuchen, kannst du deine Suche auf ein bestimmtes Verzeichnis wie /home oder /usr eingrenzen.
  • Versteckte Dateien ausschließen: Versteckte Dateien beginnen mit einem Punkt (.). Durch Hinzufügen der Option -a zu deinem Suchbefehl kannst du versteckte Dateien einschließen.

Beispiele für die Verwendung des FHS

Hier sind einige Beispiele für die Verwendung des FHS zur Eingrenzung der Suche:

  • Um nach allen Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc zu suchen:
find /etc -name "*.conf"
  • Um nach Dateien mit dem Namen "README" im Home-Verzeichnis zu suchen:
find /home -name "README"
  • Um nach allen versteckten Dateien im Verzeichnis /var/log zu suchen:
find /var/log -name ".*" -type f

Indem du den FHS verstehst und anwendest, kannst du deine Sucheffizienz unter Linux erheblich verbessern und schnell die von dir benötigten Dateien finden.

Lokalisierung von Dateien in Unterverzeichnissen

Bei der Suche nach Dateien in Unterverzeichnissen kannst du die folgenden Strategien anwenden:

Verwende die rekursive Option

Die rekursive Option -r ist eine praktische Möglichkeit, um in allen Unterverzeichnissen zu suchen. So kannst du beispielsweise alle Dateien mit dem Namen "test.txt" in deinem aktuellen Verzeichnis und allen seinen Unterverzeichnissen mit dem folgenden Befehl finden:

find . -name test.txt -print

Verwende die Option -maxdepth

Mithilfe der Option -maxdepth kannst du die Suche auf eine bestimmte Anzahl von Unterverzeichnissen beschränken. Wenn du beispielsweise alle Dateien mit dem Namen "log.txt" in deinem aktuellen Verzeichnis und den nächsten zwei Unterverzeichnisebenen finden möchtest, kannst du den folgenden Befehl verwenden:

find . -name log.txt -maxdepth 2 -print

Verwende die Option -mindepth

Mit der Option -mindepth kannst du die Suche auf eine bestimmte Anzahl von Unterverzeichnissen eingrenzen. So kannst du beispielsweise alle Dateien mit dem Namen "config.json" in deinem aktuellen Verzeichnis und den nächsten zwei Unterverzeichnisebenen finden, kannst du den folgenden Befehl verwenden:

find . -name config.json -mindepth 2 -print

Verwende Glob-Muster

Glob-Muster ermöglichen es dir, komplexe Suchmuster zu erstellen. Wenn du beispielsweise alle Dateien mit dem Namen "test.*" in deinem aktuellen Verzeichnis und allen seinen Unterverzeichnissen finden möchtest, kannst du den folgenden Befehl verwenden:

find . -name "test.*" -print

Ausschluss bestimmter Verzeichnisse oder Dateien von der Suche

Manchmal ist es notwendig, bestimmte Verzeichnisse oder Dateien von der Suche auszuschließen, um die Ergebnisse einzugrenzen und relevante Treffer zu erhalten. Linux bietet dir verschiedene Möglichkeiten, dies zu erreichen.

Exkludierung mit --exclude (find)

Der Befehl find ermöglicht es dir, Verzeichnisse oder Dateien auszuschließen, indem du die Option --exclude verwendest. Beispielsweise schließt der folgende Befehl das Verzeichnis .cache von der Suche aus:

find /home/benutzer -name datei.txt --exclude .cache

Muster für den Ausschluss (locate)

Der Befehl locate unterstützt die Verwendung von Mustern zum Ausschluss von Dateien. Um beispielsweise alle Dateien mit der Erweiterung .log auszuschließen, kannst du das folgende Muster verwenden:

locate datei.txt | grep -v "\.log$"

Ausschluss mit Ausnahmezeichen (find)

Du kannst bestimmte Verzeichnisse oder Dateien von der Suche ausschließen, indem du das Ausnahmezeichen ! verwendest. Beispielsweise schließt der folgende Befehl das Verzeichnis .cache von der Suche aus, findet aber Dateien im Unterverzeichnis .cache/logs:

find /home/benutzer -name datei.txt \! -path "/home/benutzer/.cache" -o -path "/home/benutzer/.cache/logs"

Beispiel

Nehmen wir an, du hast eine große Codebasis und möchtest nach Dateien suchen, die das Wort "Fehler" enthalten. Du möchtest jedoch die Verzeichnisse docs und tests von der Suche ausschließen. Du kannst den folgenden Befehl verwenden:

find . -type f -name "*Fehler*" -not -path "./docs" -not -path "./tests"

Verwendung von parallelen Suchvorgängen zur Beschleunigung der Suche

Um die Suche nach Dateien erheblich zu beschleunigen, kannst du parallele Suchvorgänge verwenden. Diese Technik teilt den Suchvorgang in mehrere parallele Teilprozesse auf, die gleichzeitig ablaufen. Dies kann besonders vorteilhaft sein, wenn du auf einem System mit mehreren Prozessorkernen oder CPUs suchst.

Vorteile von parallelen Suchvorgängen

  • Schnellere Suchzeiten: Durch die parallele Verarbeitung von Teilprozessen werden die Suchzeiten drastisch verkürzt.
  • Skalierbarkeit: Die parallele Suche kann auf Systemen mit mehreren CPUs oder Prozessorkernen skaliert werden, um die Leistung zu verbessern.
  • Effizientere Ressourcennutzung: Parallele Suchvorgänge nutzen die Systemressourcen effizienter, indem sie mehrere Kerne gleichzeitig beschäftigen.

So verwendest du parallele Suchvorgänge

Um parallele Suchvorgänge unter Linux zu nutzen, kannst du den Befehl xargs verwenden. xargs ermöglicht es dir, einen Befehl auf mehrere Eingabedateien oder Verzeichnisse anzuwenden, die durch eine Pipeline erzeugt werden.

So kannst du beispielsweise den Befehl find verwenden, um nach Dateien mit der Erweiterung .txt zu suchen, und dann xargs verwenden, um den Befehl grep parallel auf jede gefundene Datei anzuwenden:

find /path/to/directory -name "*.txt" | xargs grep "Suchbegriff"

Parallele Suchwerkzeuge

Zusätzlich zum manuellen Erstellen paralleler Suchvorgänge mit xargs stehen auch spezielle Tools zur Verfügung, die diesen Prozess automatisieren.

  • gnu parallel: Ein leistungsstarkes Tool mit umfangreichen Optionen zur parallelen Ausführung von Befehlen.
  • parallel-finder: Ein Tool, das speziell für parallele Dateisuchen entwickelt wurde. Es bietet eine einfach zu bedienende Schnittstelle und optimierte Suchalgorithmen.

Durch die Verwendung dieser Tools kannst du parallele Suchvorgänge noch einfacher und effizienter erstellen.

Suchen nach Dateien mit ähnlichen Inhalten (Fuzzy-Suche)

Wenn du dich an den genauen Dateinamen nicht erinnern kannst oder eine Datei mit ähnlichem Inhalt wie eine andere suchst, ist eine Fuzzy-Suche hilfreich. Hier sind einige Techniken, um Fuzzy-Suchen unter Linux durchzuführen:

Verwendung regulärer Ausdrücke (Regex)

Reguläre Ausdrücke (Regex) bieten eine flexible Möglichkeit, nach Zeichenfolgen mit bestimmten Mustern zu suchen. Du kannst z. B. den Befehl find mit dem folgenden Regex verwenden, um nach Dateien zu suchen, die das Wort "Beispiel" enthalten:

find / -iname "*Beispiel*"

Verwendung von Suchmaschinen mit Fuzzy-Suchfunktionen

Du kannst auch Suchmaschinen wie locate und find verwenden, die über eingebaute Fuzzy-Suchfunktionen verfügen. locate ist besonders schnell, da es eine Datenbank vorab erstellter Dateipositionen verwendet. Der Befehl zum Suchen nach Dateien mit dem Wort "Beispiel" in den Dateinamen lautet:

locate Beispiel

find bietet erweiterte Suchoptionen wie die Angabe eines Bereichs oder die Ausschlüsse bestimmter Verzeichnisse. Um eine Fuzzy-Suche mit find durchzuführen, verwende die Option -iname:

find / -iname "*Beispiel*"

Verwendung von Tools von Drittanbietern

Neben der Verwendung der integrierten Befehlszeilentools gibt es auch Tools von Drittanbietern, die für Fuzzy-Suchen entwickelt wurden. Ein beliebtes Tool ist fd, das schnelle und flexible Suchen mit Regex-Unterstützung bietet. Um mit fd nach Dateien mit dem Wort "Beispiel" im Dateinamen zu suchen, verwende den folgenden Befehl:

fd Beispiel

Tipps zur Optimierung der Fuzzy-Suche

  • Verwende Anführungszeichen: Wenn du nach genauen Übereinstimmungen suchst, verwende Anführungszeichen um die Suchzeichenfolge, um Ergebnisse auszuschließen, die nur Teil der Zeichenfolge enthalten.
  • Beachte Groß- und Kleinschreibung: Verwende die Option -iname oder die Groß-/Kleinschreibungsoptionen für Regex, um sicherzustellen, dass Groß- und Kleinschreibung bei der Suche keine Rolle spielen.
  • Beziehe versteckte Dateien ein: Verwende die Option -a oder -all, um auch versteckte Dateien in die Suche einzubeziehen.
  • Beschränke den Suchbereich: Gib einen bestimmten Verzeichnispfad oder eine Liste von Pfaden an, um die Suche einzuschränken und die Leistung zu verbessern.

Suchen nach Dateien im gesamten System oder in bestimmten Verzeichnissen

Wenn du eine Datei suchst, die sich irgendwo auf deinem System befindet, kannst du ein paar verschiedene Ansätze verfolgen.

Suche im gesamten System

Um im gesamten System nach einer Datei zu suchen, kannst du den Befehl find verwenden. Dieser Befehl durchsucht rekursiv alle Verzeichnisse auf deinem System nach der angegebenen Datei.

find / -name dateiname

Suche in bestimmten Verzeichnissen

Wenn du weißt, dass sich die Datei in einem bestimmten Verzeichnis befindet, kannst du den Befehl find auch verwenden, um deine Suche auf dieses Verzeichnis zu beschränken.

find /verzeichnis -name dateiname

Verwendung regulärer Ausdrücke in der Suche

Du kannst auch reguläre Ausdrücke verwenden, um nach Dateien zu suchen, die bestimmten Mustern entsprechen. Dies kann nützlich sein, wenn du nach Dateien mit ähnlichen Namen oder bestimmten Dateitypen suchst.

find / -name "*.*"

Suche nach versteckten Dateien und Verzeichnissen

Um auch versteckte Dateien und Verzeichnisse in deine Suche einzubeziehen, kannst du die Option -xdev verwenden.

find / -name dateiname -xdev

Begrenzen der Suche mit dem Dateisystemhierarchiestandard (FHS)

Der Dateisystemhierarchiestandard (FHS) legt eine konsistente Struktur für die Verzeichnisse und Dateien auf Linux-Systemen fest. Dies kann dir helfen, deine Suche einzugrenzen, indem du nur in den relevanten Verzeichnissen suchst.

find /usr -name dateiname

Ausschluss bestimmter Verzeichnisse oder Dateien von der Suche

Du kannst die Option -prune verwenden, um bestimmte Verzeichnisse oder Dateien von deiner Suche auszuschließen.

find / -name dateiname -prune -o -print

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